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Es wird (v.a. nachts) kalt - macht nichts :-)

   

 

So langsam ist der schöne goldene Herbst vorbei, das Schmuddelwetter samt kalten Temperaturen hält Einzug. Spätestens jetzt kommen die erstaunten Nachfragen: was? Und du wohnst noch immer im Bus, wenn du auf Seminartour bist? Ja, um keinen Preis der Welt wollte ich den Bus mit einem Hotelzimmer tauschen wollen.

 

Denn: mich stört diese kalte Jahreszeit gar nicht groß. Es braucht ein paar Vorkehrungen - und dann überwiegen die Vorteile absolut. Wie ich der Kälte trotze und wie ich es schön gemütlich im Bus habe, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst. Es braucht eine passende Ausstattung und ein paar Verhaltensregeln, dann ist es auch im Winter ganz wunderbar in dem mobilen Zuhause.

 

Die Aussattung:

Damit der Spaß am Bus auch bei kalten Temperaturen bleibt, brauche ich eigentlich gar nicht so viel. Diese Ausstattung ist meine Winter-Edition, die mir das Wohnen im Bus auch ganzjährig erlaubt.

  • eine Standheizung, was das wichtigste überhaupt ist für die kalte Jahreszeit.
  • Isoliermatten für die Fahrerkabine, damit der Bus nicht so auskühlt. Ist in Null-Komma-Nix mit Saugnäpfen befestigt. Das einzige, was hier nervt ist das Kondenswasser, dass sich automatisch bildet. Morgens einmal mit einem saugfähigen Lappen drüber und gut ist.
  • eine oder zwei Wärmflaschen - eine extrem wirkungsvolle Wärmequelle.
  • eine warme Bettdecke mit Zusatzwolldecke - zur Not habe ich noch eine zweite Decke, die ich fast nie brauche.
  • warmes Schlafgewand.
  • doppelte Teppiche im Wohnbereich, damit die Kälte von unten abgehalten wird.
  • Ersatz-Benzin-Kanister, damit die Standheizung nicht ausfallen kann.
  • eine dünne Fließdecke, das an dem Busstoff-Regal über der Schiebetüre mit Magnete befestigt ist, damit beim Ein- und Aussteigen nicht zu viel kalte Luft in den Innenraum gelangt.
  • Und Tee - viel Tee .-)

 

Die Strategie:

  • Bis zu Null-Graden schlafe ich oben im Dachzelt. Fallen sie unter den Gefrierpunkt, schlafe ich unten bei geschlossenem Dach.
  • Bevor ich ins Bett gehe, lege ich die Wärmflasche unter die Bettdecke, um ein schön vorgewärmtes Bett vorzufinden. Meist hält sie bis zum nächsten Morgen.
  •  Die Standheizung programmiere ich je nach Temperatur für eine Stunde um 2 Uhr nachts und/oder 5 Uhr früh und auf jeden Fall ca. 15 Minuten bevor der Wecker läutet. Dann habe ich es beim Aufstehen mollig warm. 
  • Als ich eine Woche lang nachts deutliche Minusgrade hatte, ließ ich sie auf Stufe 1 die ganze Nacht durchlaufen. Abends habe ich mir die Stufe 2 gegönnt. Und es war immer mollig warm.
  • Vor dem Schlafen bereite ich mir noch einen heißen Tee zu, der eine erstaunliche innere, nachhaltige Wärmewirkung hat. 

Die Standheizung ist natürlich Gold wert - ohne sie wäre es deutlich schwieriger der kalten Jahreszeit etwas abzugewinnen.

 

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