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Thailand / Kambodscha 2023

schon immer davon geträumt: die Hütte am Strand
schon immer davon geträumt: die Hütte am Strand

 

Wie ist Thailand wirklich? Unser Bild war jahrelang sehr zwiespältig: auf der einen Seite Partyreisende, Sextouristen, von BackPackern überflutete Inseln ... auf der anderen Seite tolle Strände, tiefer Dschungel, entspanntes Chaos in den Städten, leckere Garküchen, krasse Märkte, beeindruckende Tempel usw.

 

Anlass jetzt doch hinzufahren, war mein Kompagnon und bester Kumpel, der hier seit Jahren den Winter verbringt und den wir besuchen wollten. Außerdem schadet es ja nie sich ein eigenes Bild zu machen.

 

Unser Plan: zuerst den Arbeitsplatz für einige Zeit auf die Insel Koh Tao zu verlegen und dann herumzureisen, inklusive einem Abstecher nach Kambodscha.

 

 

Station 1: Bangkok und Weiterfahrt mit Nachtzug und Fähre nach Koh Tao

Frühmorgens nach einem Zwischenstop in Doha in Bangkok angekommen, fuhren wir mit dem top-modernen Skytrain in die Innenstadt, wechselten dann in die Metro und gelangten zu unserem Ziel Bang Sue, dem Bahnhof. Alles super easy und erstes Beschnuppern des thailändischen Alltags - deswegen nutzen wir wann immer möglich öffentliche Verkehrsmittel. 

 

Am Bahnhof fanden wir tatsächlich den kuriosen Schalter, an dem wir die vorab bei 12go gekauften Nachtzug-Tickets abholen sollten. Die alte Dame legte mir einen Stapel Briefumschläge auf den Tresen und bedeutete mir gestenreich, meinen zu finden - und alles war tatsächlich da!

 

Nachdem es keine Gepäckaufbewahrung (bzw. nur kaputte) gab, wir super-müde waren und nicht mehr weit herumlaufen wollten, gingen wir zu dem bahnhofsnahen sehr netten Queen SiriKit Park, relaxten und beobachteten die Menschen, die kamen und gingen. 

 

Am späten Nachmittag ging's dann zurück zum Bahnhof und wir fuhren mit dem Nachtzug im Schlafwagen nach Chumphon von wo es dann um 7 Uhr morgens mit dem Speedboot und recht heftigem Wellengang in 2h nach Koh Tao ging.

 


Bahnhof Bang Sue
Bahnhof Bang Sue
Relaxen im Queen SiriKit Park nahe Bahnhof
Relaxen im Queen SiriKit Park nahe Bahnhof
gut geschlafen im Nachtzug nach Chumphon
gut geschlafen im Nachtzug nach Chumphon

Station 2: Workation auf Koh Tao

Hier bezogen wir die kleine grüne Hütte am Sairee-Strand und fühlten uns fast wie im Paradies: keine 10m von uns das türkise Meer, der feine weiße Sandstrand, Palmen mit Hängematten, eine Schaukel zum Seele baumeln lassen und abends dann auch noch traumhafte Sonnenuntergänge.

 

Dazu coole Cafés mit netten BackPackern und DigitalNomaden, Thai-Küchen, unzählige Tatoo-, Yoga- und Massage-Studios, Cannabis-Läden und vegane Restaurants. Die Temperaturen liegen zwischen 29 Grad tagsüber und 26 Grad nachts. Nahezu perfekt.

 

Und zugleich ist diese Insel eigentlich nur für Reisende da. 1980 von den ersten Traveller entdeckt, verschrieb sie sich schließlich mit Haut und Haaren dem Tourismus - wenn auch einem sehr angenehmen. Wäre er nicht da, gäbe es hier höchstens ein paar Fischer. Das bedeutet: es gibt hier zwar eine tolle internationale Vielfalt, aber nur wenig normales Einheimischen-Leben, außer im Hafenort zu dem man in 15min hinlaufen kann. Für mich etwas gewöhnungsbedürftig. 

 

Doch mit dem Wissen, dass wir nach den Arbeitswochen auf Koh Tao weiterziehen werden, ließ ich mich schnell auf das Genießen ein.

 

Hier arbeite ich relativ viel. Dank der in D gekauften eSIM von AISIM (300GB für 30 Tage und 34$) und v.a. des wirklich guten Datennetzes überall klappt es sehr gut. Bis mittags ist absolute Focus Time, dann erwachen die Europäer und die E-Mails kommen herein. Diese Einteilung des Tages gefällt mir. Nur die (dt.) Abendseminare sind durch die Zeitumstellung heftig. Aber naja, man kann nicht alles haben. 

 

auf dieser Veranda lässt es sich super entspannen
auf dieser Veranda lässt es sich super entspannen
Schweißtreibende Wanderungen werden belohnt
Schweißtreibende Wanderungen werden belohnt
Easy Living
Easy Living

Garküchen mit leckerem Essen
Garküchen mit leckerem Essen
Kiosk on tour
Kiosk on tour
Vorfreude aufs Abendessen
Vorfreude aufs Abendessen

Endlich wieder Morning Glory
Endlich wieder Morning Glory
Tägliche Frühstücks-Früchtchen
Tägliche Frühstücks-Früchtchen
tausendjährige Eier überlebt :-)
tausendjährige Eier überlebt :-)

Surat Thani - bisschen molochartig :-)
Surat Thani - bisschen molochartig :-)
Surat Thani - interessante Gassen
Surat Thani - interessante Gassen
Surat Thani - typische asiatische Stadt
Surat Thani - typische asiatische Stadt

Spätabends endlich in Khao Sok angekommen, wussten wir sofort, dass wir hier eine schöne Zeit verbringen werden: ein Stelzenhaus im üppigen tropischen Garten mit sehr netten Betreibern. Und ab 6 Uhr das unvergleichliche morgendliche Konzert: zuerst wahnsinniges Grillen-Zirpen, dann Stille, dann nach und nach mehr werdende exotische und sehr laute Vogelstimmen - perfekter Start in den Tag.

  

Hütte im Tropengarten
Hütte im Tropengarten
Entspannt frühstücken
Entspannt frühstücken
Khao Sok = ruhiger Naturliebhaber:innen-Ort
Khao Sok = ruhiger Naturliebhaber:innen-Ort

Station 3: Khao Sok Nationalpark und Cheow Lan Lake

Bevor wir im Nationalpark ankamen, hatten wir nach Fähr- und Busfahrt noch ein paar Stunden Zeit in Surat Thani - für Traveller eigentlich nur eine Umsteigestadt. Wir fanden sie sehr spannend - eine typische asiatische Stadt mit Märkten, interessanten Gassen und wilden Ladengeschäften. Der Aufenthalt hat sich auf jeden Fall gelohnt.

  

Nach einem gemütlichen Frühstück schlenderten wir durch den ruhigen Ort, der geprägt ist von Wander:innen und Naturliebhaber:innen. Nachmittags machen wir eine schweißtreibende, 4-stündige Dschungel-Wanderung im Nationalpark Khao Son - zwar nicht super-spektakulär und trotzdem sehr zu empfehlen. Auch wenn man diese Tour ganz easy auch auf eigene Faust machen kann, entschieden wir uns für einen privaten Guide, der uns Tarantel-Löcher, Riesenspinnen, Affen und alle möglichen abgefahrene Pflanzen auf schmalen Pfaden zeigte, die man alleine nicht gehen darf. Zugleich sehen wir es als Unterstützung für die Locals. Abends fielen wir ziemlich früh und müde ins Bett.

  

Knoten in den meterlangen Lianen
Knoten in den meterlangen Lianen
tolle Pflanzen wohin man auch schaut
tolle Pflanzen wohin man auch schaut
Affen auf dem Bamboo Highway
Affen auf dem Bamboo Highway


Ca. 1h vom Ort Khao Sok entfernt liegt der Cheow Lan Lake, ein 1982 entstandener Stausee zur Wasserspeicherung und Energiegewinnung. Er ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Besondere sind die senkrecht nach oben ragende Felsspitzen und bizarren Kronen abgestorbener Bäume. Auch die kleine Dschungelwanderung war sehr lohnenswert. Auf den Ausflug in eine der vielen Höhlen hätten wir dagegen verzichten können. Die Longtail Boote haben zwar einen ursprünglichen Charme, sind aber umwelttechnisch sehr bedenklich. Schade, dass nicht nach und nach auf E-Boote umgestellt wird.

  

Bizarre Baumkronen machen den See besonders
Bizarre Baumkronen machen den See besonders
Three Rocks berühmt aus einem Bond-Film
Three Rocks berühmt aus einem Bond-Film
Wenig Verkehr auf dem See
Wenig Verkehr auf dem See

Mittagessen bei den Floating Bungalows
Mittagessen bei den Floating Bungalows
auch von Land aus reizvoll
auch von Land aus reizvoll
Kuriose Felsformationen
Kuriose Felsformationen

Station 4: Ranong

Eigentlich wollten wir das Ende des Chinesischen Neujahrsfestes hier miterleben, doch es wird leider nur der Start richtig gefeuert. Die Tage hier waren dennoch gut, weil Ranong ein echter Kontrast zu Koh Tao und Khao Sok ist - eine Stadt, in der Touristen tatsächlich noch selten sind, d.h. man wird neugierig beäugt, alle Speisekarten sind nur auf Thai, die Menschen sprechen kein Englisch (der Handy-Übersetzer leistete beste Dienste), TukTuks sind sehr rar, nach 20h ist tote Hose, so dass wir am ersten Abend vom Kellner auf dem Roller heimgefahren wurden. 

  

Hauptattraktion der Old Market
Hauptattraktion der Old Market
und der Myanmar Market
und der Myanmar Market
Überbleibsel vom Chin. Neujahrsfest
Überbleibsel vom Chin. Neujahrsfest

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