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Mikro Trip - CoWorking am Kloster Andechs

Das Kloster als Orientierungspunkt in der Umgebung
Das Kloster als Orientierungspunkt in der Umgebung

 

Schon lange wollte ich den Stellplatz am Kloster Andechs (17€/24h inkl. Verzehrgutschein) ausprobieren. Anfang April ergab sich endlich eine gute Möglichkeit: die Bearbeitung eines Projektes mit meinem Kollegen Matthias Baller stand an, das Wetter war gut und wir beide mögen das CoWorking draußen. 

 

In etwa 40min kam ich am halbleeren Platz am Fuße des geschichtsträchtigen Klosters Andechs an. Vor uns eine große Obstbäume-Wiese und weite Sicht, ideal um auch den inneren Horizont zu weiten. 

 

Seit 1455 sind die Benediktinermönche die Hausherren dieses schönen Klosters auf dem Heiligen Berg. Noch immer beten und arbeiten sie hier und betreuen die älteste Wallfahrt Bayerns. Das Kloster ist auch beliebter Meilenstein auf dem Pilgerweg. 

 

Und wer es nicht so mit der Religion hat, genießt das kulinarische Angebot im Bräustüberl oder im großen Biergarten. Von der Qualität des Andechser Bieres haben wir uns selbstverständlich (mehrmals) überzeugt. Sehr nett fand ich, dass ca. die Hälfte Touristen wie wir waren und die andere Hälfte unverkennbar Einheimische. Ich hätte durchaus auch ein paar Stunden einfach in der Wirtschaft sitzen und das bunte Treiben beobachten können. 

 

Tag 1 - Ankommen, Spaziergang, Strandbar

Gleich am ersten Nachmittag wanderten wir ca. 1h nach Herrsching zum Ammersee und läuteten unseren kleinen CoWorking Trip in einer Strandbar ein. Die Sonne schien, der Aperol Sprizz und das Weißbier schmeckten und die Musik sorgte für Urlaubsfeeling. Abends saßen wir noch zusammen bis es frisch wurde und wir uns nach drinnen verzogen - jeder in sein Gefährt.

 

Tag 2 - CoWorking - Gedankenspaziergang - Stüberl und Biergarten

Nach einem Kaffee bzw. Tee stellen wir unsere Tische in die Wiese, zum Glück strahlte die Sonne, so dass es sich gut draußen arbeiten ließ. Ich fand es sehr hilfreich, immer wieder den Blick in die Ferne auf Hügel und Wälder richten zu können. Bei mir bewirkt das eine Öffnung des Geistes und ermöglicht sehr effektives Arbeiten. Internetempfang war bestens, so dass das CoWorking wirklich super funktionierte. Das Projekt schritt voran, die Eckdaten waren festgezurrt und somit das Ziel unseres Treffens erreicht.

 

Also machten wir Feierabend und begannen ihn mit einem langen Spazierganz über die Felder und durch Wälder und kehrten schließlich im Kloster bei ein paar Kellerbier, Brezen und Obatzen ein. Matthias musste dann auch wieder nach Hause, ich blieb noch einen 3. Tag dort.

 

Tag 3 - Fortsetzung von Gehen.Schweigen.Schreiben 

Eigentlich war ja alles erledigt und da ich den 3. Tag ungeplant alleine war, nutzte ich ihn, um mein gerade erst begonnenes Jahresthema Gehen.Schweigen.Schreiben fortzusetzen. Ich verließ den - übrigens sehr empfehlenswerten - Stellplatz und fuhr zu einem Parkplatz am Ammersee, um von dort aus ca. 3 Stunden am See entlang zu wandern, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, innere Stille einkehren zu lassen, die unglaubliche Ruhe am See zu nutzen und mich dann mit einem Tee in den Bus zu setzen.

 

Dort schrieb ich wieder nach einem Gedankenstupser intuitiv und unüberlegt alles auf, was mir durch den Kopf ging. Dieses Mal war es das Stichwort "Risiko", zu dem ich meine Hand schreiben ließ. Nach etwa einer Dreiviertel Stunde legte ich Stift und Papier zur Seite, genoß noch eine Weile den See und fuhr schließlich erfüllt nach Hause.

 


Schöner Platz mit Blick aufs Feld und Kloster
Schöner Platz mit Blick aufs Feld und Kloster
Bräustüberl genossen
Bräustüberl genossen

Gute Zusammenarbeit draußen
Gute Zusammenarbeit draußen
Ammersee - einfach schön, besonders früh morgens
Ammersee - einfach schön, besonders früh morgens


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